Dossier zur Befragung Smarter Regionen in Thüringen

Smarte Regionen Thüringen

Ergebnisse einer Befragung mit Thüringer Kommunen zur smarten Stadt- und Regionalentwicklung

Wie digital sind Thüringens Kommunen aufgestellt? Welche Herausforderungen erleben sie bei der digitalen Transformation? Und wo wünschen sie sich gezielte Unterstützung?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer umfangreichen Online-Befragung, die die Digitalagentur Thüringen von Dezember 2024 bis März 2025 durchgeführt hat. Die Ergebnisse bieten wertvolle Einblicke in den aktuellen Stand der digitalen Stadt- und Regionalentwicklung im Freistaat – und zeigen zugleich, wo Handlungspotenzial und Unterstützungsbedarf bestehen.

Das Dossier fasst die zentralen Ergebnisse der Befragung zusammen und richtet sich an kommunale Entscheider:innen, Fachabteilungen sowie Akteure der Landesentwicklung und Digitalisierung. Es liefert Ihnen praxisnahe Anregungen und fundierte Empfehlungen für Ihre eigene Digitalstrategie.

Tauchen Sie ein!

Lesen Sie jetzt das vollständige Dossier und erfahren Sie, wie Thüringer Kommunen die digitale Stadt- und Regionalentwicklung angehen – und wie Sie davon profitieren können.

Themen im Überblick


  • Digitalstrategien und Zuständigkeiten:
    In vielen Kommunen existieren bereits festgelegte Zuständigkeiten für Digitalisierung – ein klarer Erfolgsfaktor. Dennoch verfügen nur rund 40 % über eine eigene Digitalstrategie. Die Zusammenarbeit mit externen Beratungen spielt dabei eine wichtige Rolle.

  • Herausforderungen der Digitalisierung:
    Der größte Engpass: fehlende personelle Ressourcen. Zeitmangel, hohe Investitionskosten und unzureichende digitale Kompetenzen erschweren die Umsetzung. Auch der Bedarf an externer Beratung ist hoch.

  • Rahmenbedingungen vor Ort:
    Zwar besteht grundsätzlich Offenheit gegenüber digitalen Lösungen, doch mangelt es häufig an strategischer Planung, Monitoring-Strukturen und Weiterbildungsangeboten. Besonders Kommunen mit geklärten Zuständigkeiten bewerten ihre Voraussetzungen deutlich positiver.

  • Beratungs- und Unterstützungsbedarfe:
    Gewünscht werden praxisnahe Angebote wie Online-Schulungen, regionale Informationsveranstaltungen und individuelle Smart-City-Beratungen. Fördermittelberatung und Hilfe bei der Maßnahmenplanung zählen zu den dringendsten Anliegen.

  • Informationsverhalten der Kommunen:
    Netzwerktreffen, Fachtagungen und behördliche Websites sind zentrale Informationsquellen – aber auch digitale Formate wie Webinare und persönliche Netzwerke spielen eine relevante Rolle.

Zentrale Erkenntnis:

Die Befragung zeigt deutlich: In Thüringens Städten und Gemeinden ist die Digitalisierung kein Fremdwort mehr – viele haben erste Strukturen aufgebaut, Verantwortlichkeiten definiert und Projekte initiiert. Doch der Weg zur „smarten Kommune“ bleibt herausfordernd.

Ein klarer Zusammenhang wird besonders sichtbar: Kommunen mit festgelegten Zuständigkeiten für Digitalisierung bewerten ihre Ausgangslage signifikant positiver. Sie verfügen häufiger über Strategien, nutzen Weiterbildungsangebote intensiver und sehen sich besser aufgestellt für komplexe Digitalvorhaben. Zuständigkeiten wirken somit als zentraler Hebel für strukturellen Fortschritt.

Gleichzeitig offenbart die Studie erhebliche strukturelle Hürden:

  • Personalmangel ist das mit Abstand häufigste Hemmnis.

  • Es fehlt an Zeit, finanziellen Mitteln und digitalem Know-how.

  • Strategische Planung, Monitoring und fachliche Qualifizierung sind vielfach unzureichend etabliert.

  • Nur wenige Kommunen kennen Best-Practice-Beispiele oder haben Zugang zu relevanten Netzwerken.

Diese Defizite verstärken sich dort, wo keine klare Zuständigkeit für Digitalisierung verankert ist – eine strategische Entscheidung zur aktiven digitalen Entwicklung ist also der erste Schritt.

Zugleich wird deutlich: Der Wille zur Transformation ist vorhanden. Viele Kommunen wünschen sich:

  • Unterstützung bei der Strategieentwicklung,

  • Begleitung bei Förderanträgen,

  • individuelle Beratung durch Smart-City-Expert:innen,

  • sowie zugängliche Qualifizierungsangebote.

Die Ergebnisse machen deutlich: Es braucht eine systematische Unterstützung auf mehreren Ebenen – strategisch, organisatorisch, finanziell und im Bereich der Qualifizierung. Nur so kann aus punktuellem Engagement ein flächendeckender, nachhaltiger Digitalisierungsprozess in Thüringen entstehen.

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