Die Digitalagentur Thüringen wird zum LoRaWAN-Reallabor
Die Digitalisierung beginnt oft dort, wo man sie gar nicht direkt sieht – in Gebäuden, Technikräumen oder Besprechungsräumen. Auch in der Digitalagentur Thüringen (DAT) kommen inzwischen LoRaWAN-Sensoren zum Einsatz. Ziel ist es, praktische Erfahrungen mit dieser Technologie zu sammeln und daraus konkrete Lösungen für Kommunen, öffentliche Einrichtungen und weitere Akteure in Thüringen abzuleiten.
LoRaWAN steht für „Long Range Wide Area Network“ und beschreibt eine besonders energiesparende Funktechnologie. Anders als WLAN oder Mobilfunk werden damit keine großen Datenmengen übertragen, sondern kleine Messwerte wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder CO₂-Werte. Die Sensoren senden diese Informationen automatisch an eine zentrale Plattform, wo sie ausgewertet werden können.
Die DAT nutzt ihr eigenes Gebäude dabei bewusst als Showroom und Reallabor. Sensoren werden in verschiedenen Räumen installiert, um den Einsatz unter realen Bedingungen zu testen. Erfasst werden beispielsweise Raumklima, Fensterzustände oder die Bodenfeuchtigkeit von Pflanzen. So entstehen praktische Erfahrungen, die später an Kommunen, die Landesverwaltung und weitere Stakeholder weitergegeben werden können.
Der Nutzen zeigt sich schnell: Räume können effizienter beheizt und gelüftet werden, Energieverbräuche lassen sich besser verstehen und technische Abläufe datenbasiert optimieren. Gleichzeitig spielen Datenschutz und Datensicherheit eine wichtige Rolle. Personenbezogene Daten werden nicht erfasst – die Sensoren messen ausschließlich Umwelt- und Zustandsdaten.
Die Sensoren im Gebäude der Digitalagentur Thüringen sind damit mehr als nur technische Experimente. Sie zeigen, wie digitale Technologien künftig dabei helfen können, öffentliche Gebäude smarter, nachhaltiger und effizienter zu betreiben – und wie Thüringen praktische Erfahrungen sammelt, um diese Lösungen im ganzen Freistaat nutzbar zu machen.